Beiträge zum Thema: Widerrufsrecht

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Interessantes zum Rückgabe- und Widerrufsrecht

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Es besteht in der Schweiz im Gegensatz zur EU keine gesetzliche Pflicht für Onlinehändler, den Kunden ein Widerrufs- oder Rückgaberecht einzuräumen. Aus Gründen der Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit tun sich Händler aber Gutes, wenn Sie den Rückgabeprozess regeln und einen Passus zu Widerruf und Gewährleistung in den AGBs aufführen.  Auch Google Shopping verlangt die Retouren und die damit verbundenen rechtlichen Aspekte zu klären. Dabei ist es ganz nützlich ein paar feine Unterschiede und Details zu kennen.

Das Widerrufsrecht und Rückgaberecht wird oft synonym verwendet, was aber nicht richtig ist. Beide Rechte regeln allerdings das Recht Ware zu retournieren, vom Kauf zurück zu treten und die Rückerstattung des Kaufpreises.

Das Rückgaberecht  erlaubt den Kunden, die gekaufte Ware innerhalb einer Frist z.B. 14 Tage an den Käufer zurückzusenden. Hat der Kunde bereits bezahlt, muss der Onlinehändler den Kaufpreis zurückerstatten.  Der Händler muss aber zuerst die Ware zurück erhalten haben, bevor er den Kaufpreis zurück erstatten muss.  Ein Rückgaberecht bietet deshalb eine zusätzliche Sicherheit, auch für den Händler.

Bei geringem Warenwert könnten die Rücksendekosten den Wert der Ware übersteigen, kann auf die Rücksendung verzichtet werden. Man sollte den Kunden aber vorgängig kontaktieren.

Das Widerrufsrecht berechtigt den Kunden, innert einer bestimmten Frist mittels einer Mitteilung an den Shopbetreiber die Rückabwicklung des Kaufvertrags zu verlangen. Sobald die Widerrufserklärung beim Onlinehändler eintrifft, ist der Verkäufer verpflichtet, dem Kunden den Kaufpreis zurückzuerstatten. Der Kunde ist verpflichtet, bereits erhaltene Ware zurücksenden.

Obwohl der Kunde verpflichtet ist, die Ware zurückzuschicken, kann das vom Kunden teilweise vergessen oder absichtlich unterlassen werden. Es empfiehlt sich also mit der Rückerstattung des Kaufpreises zu warten, bis die gelieferte Ware beim Händler eingetroffen ist. Hat der Kunde noch nicht bezahlt, muss der Händler den Kaufpreis auf dem Rechtsweg einfordern, was sehr mühsam sein kann.

Gewisse Waren sind nicht zur Rückgabe geeignet, deshalb sollten Shopbetreiber Ausnahmen dem Rückgaberecht hinzufügen und diese Ausnahmen klar kommunizieren. Z.B. können dies Waren sein, die

  • nach Kundenspezifikation angefertigt werden,
  • die schnell verderben,
  • Daten, die aus dem Internet heruntergeladen werden (z.B. Musikdownloads oder Software)
  • Das Erstgebrauchssiegel verletzt wird z.B. bei Nahrungsmittel.
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